storys behind People Photography

Wir sehen Fotos von Menschen und denken uns unseren Teil; das soll auch so sein. Doch wenn man die ’story behind‘ kennt, sieht man mitunter noch viel tiefer.

diver

Ein sachliches Foto sollte es eigentlich werden, für eine Sedcard. Aber wie es bei Schauspielern so ist, wird dann doch viel mehr – und spannendes – draus. Zum Glück. Der Rokoko-Mantel hing nämlich nur zufällig in der Umkleideecke. Und dann zwischen zwei Outfitwechseln der Ruf aus dem Off: „Kann man den hier eigentlich anziehen?“

 

Und schwupps war ein neues Setting mit tollen, frechen und starken Bildern entstanden. Ich halte nichts vom Festhalten an Dingen, nur weil man sie sich mal so ausgedacht hatte. Fotografie – auch Studiofotografie – ist für mich ein Miteinander. Und so lasse ich mich auch gerne von meinem gegenüber inspirieren.

Schauspielerin-Portrait, Arikia Orbán

Schauspielerin-Portrait, Arikia Orbán

Studioaufnahme mit versch. Einstellungen

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Somalierin in Barnstedt

Somalierin in Barnstedt

200mm | f/2.8 | 1/400s | ISO 160

Lange Zeit hielt ich das Bild zurück ohne es zu veröffentlichen, aus Rücksicht auf  Kultur und Religion, darauf, dass die Flüchtlinge es vielleicht nicht wollen könnten, abgebildet zu werden. Doch wo ist das Bild entstanden? Auf einem Fest das wir in meinem Dorf zur Hilfe eben dieser Flüchtlinge veranstaltet haben. Wir wollten Aufmerksamkeit für die Problematik schaffen, wollten die Menschen zusammenbringen und helfen. Und so (wie auf dem Bild) kann es aussehen, wenn Menschen unterschiedlicher Kultur in Deutschland zusammen kommen. Die Diskussion bleibt kontrovers – auch eine Aufgabe der Fotografie, diese Diskussion zu unterstützen.

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Ein Event-Fotograf erzählte, dass er immer beide Augen offen hat – eines durch die Linse blickend, das andere an der Kamera vorbei, um nichts drumherum zu verpassen. Ich hab es probiert und tue mich noch schwer damit. Aber recht hat er, es lohnt sich, nicht nur durch das Objektiv auf die Band zu starren, sondern auch mal den Blick zu heben. Hier weiß ich kaum noch was für eine Band ich eigentlich fotografiert habe; und es ist auch nicht wichtig.

beim Konzert

beim Konzert

35mm | f/4.5 | 1/60s | ISO 1600

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Glückseligkeit

Glückseligkeit

250mm | f/6.3 | 1/2000s | ISO 1000

Meist bin ich ja bemüht niemanden auszuschließen (fotografisch anzuschneiden), eigentlich auch hier das Pferd nicht. Doch dieser Moment der Seligkeit, des Friedens, liegt in diesem Blick – für beide gemeinsam. (Und für mich als Fotograf)

diver

Geplant war eigentlich ein ganz bestimmtes Lichtsetting mit nur einem einzigen Blitz und einem Reflektor. Doch wenn Sonnenlicht so schön in die Räume hinein ‚fließt‘, gibt es nichts besseres als solch ein „available light“. Da musste ich einfach umdisponieren. Wenn das Model dann so männlich ist wie in diesem Fall, büßt es durch das weiche natürliche Licht auch nichts von seiner Kernigkeit ein.

Portrait, J. Pappke

Portrait, J. Pappke

45mm | f/1.8 | 1/125s | ISO 200

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