
Produktfotografie
In der Produktfotografie ist jeder Aufwand recht, das zu bewerbende Produkt im besten Licht erscheinen zu lassen. Und mit all dem Aufwand bringe ich ein Gefühl rüber, das für das jeweilige Produkt steht – das mit ihm verbunden werden soll. Egal, ob dieses Gefühl „Klarheit“, „Präzision“, „Verlässlichkeit“, „Tradition“, „Sachlichkeit“ oder „Freude“ und „Genuss“ ist.
Und dafür braucht es, wie zum Beispeil hier beim Whisky-Glas, einen gewissen Aufwand: 3 Hightspeed-Blitze, Lichtformer wie Snoot und Scrim, Goldfolie, gefaketen Whisky, coole Gläser, und viel »try and error«, bis dann die Eiswürfel aus Kunstglas zusammen mit den „eingefrorenen“ Spritzern klirrend an der richtigen Position landen.

Objektfotografie
In der Objektfotografie geht es, z.B. in der musealen Objektfotografie, rein um Sachlichkeit (öffentlich wirksame Bilder mal ausgenommen). Die Bilder sollen dort die Objekte so dokumentieren, wie sie sind. Also ohne coole Effekte wie farbiges Licht, Nebel oder künstlich aufgetragene Wassertropfen. Gemälde, die ich in/für Museen fotografiere, brauchen den höchsten Grad an Farbechtheit. Details – wie Risse im Porzellan, Struktur des Leders, Abschürfungen an der Oberfläche – werden nicht kaschiert, sondern mit optimalen Lichtsetzungen gezeigt, wie sie sind.
Der Lichtaufbau ist meist nicht so ausgefeilt, wie in der Produktfotografie, doch er muss immer auch an die Besonderheiten der Objekte angepasst werden.
Ein Sonderfall innerhalb der Objektfotografie ist übrigens die „Gemäldefotografie“. Hier ist der technische Aufwand – speziell auf Gemälde abgestimmt – wiederum sehr hoch.
Beispiele der Produkfotografie













